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Spiel Nr. 49, Halbfinale: Österreich - Argentinien

Vor 6500 begeisterten Faustballfans lieferten sich Österreich und Argentinien ein packendes Duell über sieben Sätze um den Finaleinzug. Schlussendlich müssen sich die Argentinier im letzten Satz geschlagen geben.

Gleich zu Beginn zogen die Hausherren bis 6:0 davon, es spielte praktisch nur eine Mannschaft. Den Argentiniern wollte gar nichts gelingen. Auch der nächste Satz schien zunächst in gleicher Manier zu verlaufen, bis die Südamerikaner allmählich stärker wurden. Abwehrparaden und schier unglaubliche Rettungsaktionen aller Österreicher, die sogar aus aussichtslosen Situationen Druck erzeugten, führten zum Ausgleich. Mit starken Rückschlägen ließ Österreich im zweiten Satz zu keiner Zeit Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Dietmar Weiß und Jean Andrioli demolierten die argentinische Abwehr regelrecht, Argentinien platzierte seinerseits gute Angriffschancen im Out.
Die Argentinier zeigten im dritten Satz, dass sie diese Partie noch nicht aufgegeben hatten. Sie führten dank guter Angriffe von Martin Vasquez und Carlos Cagnone über weite Phasen und konnten diesen Satz schlussendlich mit 11:9 knapp für sich entscheiden. Keine Variante im österreichischen Angriff brachte die gewünschte Trendwende. Leinenfehler von Dietmar Weiß machten die ohnehin schon beflügelten Argentinier stärker. Zauberbälle von Jean Andrioli und Angriffsfehler der Gegner ließen Österreich nochmals hoffen, den Satz doch noch zu ihren Gunsten zu drehen. Sie wehrten vier Satzbälle ab, den fünften jedoch konnte ARG nützen und stellte auf 2:2 in Sätzen.
Nach der Pause konnten die Österreicher die vorangegangenen Satzverluste gut wegstecken. Beide Teams agierten aus einer grandiosen Defense heraus und zeigten in langen Rallyes all ihr Können. Nach Fehlern der argentinischen Angreifer zieht Österreich mit Angriffswinnern von D. Weiß davon zum Gewinn des fünften Satzes.
Alles andere als deutlich verlief der sechste Satz, in dem knappe Bälle auf beiden Seiten eine gehörige Portion Dramatik brachten. Argentinien war zumeist mit dem kurzen Service erfolgreich, während M. Weiß das letzte Sprungservice weit ins Grundlinienout schlägt und ein siebenter Satz die Entscheidung bringen musste. Und auch der war wahrlich nichts für schwache Nerven. M. Weiß und Klemens Kronsteiner im Angriff ließen sich auch durch die Schiedsrichterentscheidung, einen Ballwechsel zu wiederholen, nicht aus der Ruhe bringen und konnten die Österreicher schließlich mit all ihrer Routine zum Sieg führen. Die Zuschauer gewährten den Argentiniern nach dieser spannenden Partie einen gebührenden Abgangsapplaus, während Österreich den Finaleinzug bejubelte.
 

Stimmen zum Spiel:

Karl Rick, Verteidiger Österreich:
"Argentinien hat heute wieder großartig gespielt, wir haben unser Bestes gegeben und trotzdem nur knapp gewonnen. Respekt vor Martin Vasquez, er ist wirklich ein cooler Hund! Wir haben uns noch mal gepusht, glücklicherweise haben wir ausreichend Ressourcen  um ein 7-Satz-Match zu gewinnen."
 
Winfried Kronsteiner, Trainer Österreich:
"Wir sind nach zwei Sätzen vom Weg abgekommen. Der Gegner stellte sich besser auf uns ein. Ich bin stolz, wie sich die Mannschaft wieder aufgerappelt hat. Für das Finale ist uns der Knopf aufgegangen, jetzt ist alles möglich."
 
Dietmar Weiß, Kapitän Österreich:
"Die ersten zwei Sätze sind uns von der Hand gegangen, dann hat Argentinien unser System durchschaut. Die Stimmung war ein Wahnsinn, die Fans sind hinter uns gestanden wie eine Wand. Im Finale stehen die Chancen 50:50."
 
Alfredo Thiesing, Delegationsleiter Argentinien:
"Die Zuschauer waren großartig. Wir selbst sind natürlich traurig über die Niederlage, weil wir dachten, wir können es noch gewinnen. Vielleicht ist es aber für die WM gut, dass Österreich im Finale ist, dann ist weiterhin eine tolle Stimmung im Stadion. Wir sind dennoch stolz auf uns und unsere Leistung."

Ergebnis:
Argentinien-Österreich 3:4 (2:11, 5:11, 11:9, 12:10, 6:11, 12:10, 5:11)

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