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Spiel Nr. 56, Finale: Österreich - Deutschland

Bei Vollmond und Flutlicht bot ein begeistertes Publikum dem Faustball-Sport eine nie dagewesene, aber diesem großartigen Sport mehr als würdige Bühne. Zum Schluß gewinnt SCHWARZ-ROT-GOLD!


Vor einer Traumkulisse im zum Bersten gefüllten Paschinger Waldstadion steigt das Finale Österreich - Deutschland, ein absoluter Klassiker auch im Faustball. Konnte Österreich genau dieses Duell bei seinem letzten Weltmeistertitel 2007 in Oldenburg für sich entscheiden, schlug diesmal Deutschland zurück.
 
Österreich begann dieses Finale sichtlich nervös und fehleranfällig, Deutschland kam im ersten Satz zu leichten Punkten und die österreichische Defense war machtlos gegen Patrick Thomas. Erst Mitte des Satzes fing sich die Heimmannschaft wieder und kam heran.
 
Beginn des zweiten Satzes hatte sich Deutschland gut auf die langen Angriffe und Service der Österreicher durch die veränderte Angriffsformation eingestellt und war trotzdem machtlos. Der deutsche Zuspieler Sagstetter wurde zudem konsequent aus dem Spiel genommen, so dass auch ein Wechsel in der deutschen Verteidigung keine echte Verstärkung war. Jean Andrioli brachte Österreich in Führung, seine Angriffstaktik wurde aber durchschaut und Patrick Thomas war weiterhin mit wuchtigen Rückschlägen erfolgreich. Gegen Ende nahm er zu viel Risiko und schenkte mit Out-Bällen Österreich den Satzausgleich.
 
Keiner konnte sich im dritten Durchgang entscheidend absetzen, Thomas und Andrioli lieferten sich einen packenden Service-Krimi. Die deutsche Abwehrriege brachte alle Bälle sensationell retour, jedes Zuspiel kam millimetergenau an die Leine, jeder Abschluss passte. Jean Andrioli am Rückschlag der Österreicher konnte den Satz beinahe umdrehen, dennoch war es die Nummer 1 der Deutschen, die den Satz durch einen platzierten Rückschlag an die Seite beendete.
 
Beide Teams zeigten Faustballsport auf allerhöchsten Niveau und platzierten ihre Angriffe exakt an die Linie. Österreichs Angreifer packten all ihre Zauberbälle an der Leine aus. Martin Weiß war mit dem Sprungservice schließlich hauptverantwortlich für den Satzausgleich.
 
Nach der Satzpause bewahrheitete sich leider die alte Weisheit, dass derjenige die Punkte bekommt der sie nicht macht. Die österreichische Defense musste machtlos zusehen, wie Thomas wuchtige Rückschläge ins Feld knallte.
 
Im sechsten und letzten Satz war Deutschland deutlich im Vorteil. Die österreichische Gegenwehr brach immer mehr weg. Dem Spielverlauf entsprechend wird Deutschland verdient Weltmeister 2011.
 

Stimmen zum Spiel:

 
Martin Weiß, Angreifer Österreich:
"Thomas im Angriff hat fast fehlerlos gespielt, Deutschland war einfach besser. Die Stimmung war ein Traum, vermutlich war es mein letztes Länderspiel. So eine Kulisse gibt dir viel zurück."
 
Winfried Kronsteiner, Coach Österreich:
"Deutschland war einfach auf allen Positionen eine Spur stärker besetzt. In unserer Abwehr hat vielleicht ein bisschen die Sicherheit gefehlt. Aber im Prinzip war Deutschland heute fast nicht zu schlagen."
 
Olaf Neuenfeld, Coach Deutschland:
"Es ist einmalig, ich habe mich riesig für die Spieler gefreut. Wir haben die Kulisse aufgesaugt, uns auf das Spiel fokussiert. Wir waren im Angriffsaufbau konzentriert und haben in der Abwehr richtig gewechselt. Es ist unglaublich, dass ein 19-jähriger Angreifer uns zum Sieg schießt!"
 
Michael Marx, Abwehrspieler Deutschland:
"Es gibt nur eines: Hammer, Hammer!!"
 
Steve Schmutzler, Angreifer Deutschland:
"Supergeile Stimmung hier in Österreich! Das Organisationskomitee hat tolle Arbeit geleistet. Super Fans, da gibt's gar nichts, einfach nur großartig."


Ergebnis:

Österreich - Deutschland 2:4 (7:11, 11:9, 12:14, 11:6, 7:11, 6:11)


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